die kunst ein bewusstes & kreatives leben zu führen

Winterzeit

Der Winter steht nun endlich vor der Tür. Wie sehr ich ihn in den letzten viel zu warmen Wochen herbeigesehnt habe. Ich sehnte mich nach Spaziergängen auf frischem, knirschendem Schnee, dick eingepackt von oben bis unten, und einem vor Freude völlig ausgeflippten Hund an meiner Seite.
Mit dem Winter kommt automatisch auch das Bedürfnis nach Rückzug. Emotional aber auch körperlich. Seit einigen Jahren praktiziere ich diesen sehr bewusst und konsequent und merke, wie wichtig das für uns Menschen ist. Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten zu leben ist das natürlichste, was wir tun können. Den Stress und die vollen Kalender rausnehmen aus dem Alltag. Mehr fliessen lassen. Mehr darauf achten, was gerade zum aktuellen Tag passt.

Dann kehrt in uns Ruhe ein. Viele Dinge, denen wir eine so hohe Priorität gegeben haben, werden unwichtig. Wir können uns auf die essentiellen Dinge und Werte zurückbesinnen.
Und obwohl es so gut für uns alle wäre, machen uns dies die gesellschaftlichen Strukturen sehr schwer. Sich nicht festzulegen und zu planen, fällt dem Grossteil der Menschen nicht leicht. Und auch wenn du für dich es gut fliessen lassen kannst, wird es dir von aussen gerne erschwert.

Ich bin da, ehrlich gesagt, auch immer wieder im Clinch mit mir. Generell kann ich sehr gut nach der Natur und meinen Bedürfnissen leben und meinen Alltag gestalten. Ich lasse mich davon auch nicht oft abbringen. Aber ich ertappe mich doch immer mal wieder dabei, dass ich andere, die das auch so konsequent praktizieren, abwerte, weil ich gerade gerne eine Terminbestätigung von ihnen hätte.

An der Achtung vor anderen Menschen muss ich immer mal wieder etwas arbeiten. Mir bewusst machen, dass ich nicht die ganze Geschichte kenne und es mir nicht zusteht, diesen Menschen zu bewerten.

Den Winter überdauern

So schön es auch ist, sich diesen Rückzug und die Langsamkeit des Winters zuzugestehen, manchmal nervt es mich auch.
Dass ich morgens viel länger brauche, um aus dem Bett zu kommen.
Dass ich an vielen Tagen das Gefühl habe, gar nicht richtig wach zu werden.
Dass meine Augenringe grösser sind.

An solchen Tagen hilft es mir sehr stark, ganz bewusst folgende Dinge zu tun:

  • mich mit einer lieben Freundin treffen
  • einen langen Spaziergang um die Mittagszeit zu machen
  • mein Morgenritual mit einer Einheit Dehnübungen zu bestücken
  • laute Musik aufzudrehen, dazu zu singen und durch die Wohnung zu tanzen

Was ich aber im Winter auch vermehrt tue, ist, Tagebuch zu schreiben. Generell hilft mir das Schreiben beim Reflektieren. Und diese Jahreszeit ist schlichtweg die Beste, um in sich zu kehren, zu schauen, was da so los ist, und sich dann aber auch die Veränderungen, die im Frühling stattfinden darf, bewusst zu machen.

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