die kunst ein bewusstes & kreatives leben zu führen
Dünengras am Strand

Puh!

Es gibt Momente im Leben, mit denen rechnest du zwar irgendwann, aber wenn sie plötzlich auftauchen, überrumpeln sie dich doch irgendwie.

Seit vielen Jahren schon träume ich vom ortsunabhängigen Leben und Arbeiten. Vom Erkunden dieser unglaublich schönen Erde und davon, endlich meinen Platz und meine Heimat zu finden. Ortsunabhängig arbeiten kann ich bereits als Freiberuflerin, das ortsunabhängige Leben war bisher mit Kind und dem Schulsystem hier in Deutschland nicht möglich.
Nun hat mein fast 17-jähriges Kind endlich eine geeignete Schule für seine Ausbildung entdeckt und möchte, bei bestandener Aufnahmeprüfung, im Sommer dort anfangen. Wer mich kennt, weiss, dass ich meine Erziehung immer darauf ausgerichtet habe, dass Möglichkeiten geschaffen werden, sich selbst zu entdecken und die eigenen Talente zu fördern. Eigenständig und selbstverantwortlich zu werden. Also werde ich diesen Weg aus vollstem Herzen unterstützen.

Allerdings befindet sich diese Schule in einer anderen Stadt. Und das bedeutet, dass das Kind, bei erfolgreicher Annahme, im Sommer umziehen wird. Hilfe! Jetzt schon? So plötzlich?

Natürlich rechnet man langsam damit, wenn das Alter 18 in greifbare Nähe kommt, aber irgendwie dachte ich, ich hätte noch zwei Jahre Zeit. Da der Umzug auch eine vehemente finanzielle Veränderung mit sich bringen wird (und ich dadurch unsere Wohnung nicht mehr behalten möchte), habe ich beschlossen, nicht bis Juli abzuwarten, bis wir wissen, ob es klappt oder nicht, sondern mich vorzubereiten. Innerlich wie äusserlich.

Reisen ist das einzige, was du kaufen kannst, was dich reicher fühlen lässt.

Seit Tagen mache ich mir also Gedanken, wie mein Leben danach aussehen soll. Ich schwanke zwischen grosser Freude und riesigem Respekt vor den kommenden Entscheidungen. Kann ich das, was mir vorschwebt, einfach so umsetzen? Zieht mein Partner mit, der das bisher – zumindest theoretisch – immer befürwortet hat? Oder wird das erstmal ein Alleingang?

Die Möglichkeiten, die sich auftun, scheinen schier endlos und unglaublich vielfältig. Das überfordert mich gerade. Deswegen habe ich beschlossen, erstmal die Punkte ins Auge zu fassen, die sowieso gemacht werden müssen, egal, wie und wann es danach weitergeht.

Das Leben komprimieren

Wenn ich ortsunabhängig leben/arbeiten möchte, möchte ich mit möglichst wenig Dingen unterwegs sein. Optimalerweise passt dann alles, was ich besitze, in mein Auto. Dadurch könnte ich flexibel von Ort zu Ort ziehen und mein „Zeug“ immer dabei haben.
Da ich dem Minimalismus innerhalb der letzten 5 Jahre einen sehr grossen Platz in meinem Leben eingeräumt habe, bin ich beständig am Hinterfragen, ob ich dies und jenes wirklich benötige, um glücklich zu sein. Daher wird hier regelmässig und kontinuierlich ausgemistet, verschenkt, verkauft, entsorgt. Ich werde dies nun etwas auf die Spitze treiben und mit dem Ziel „alles muss ins Auto passen“ ein neues Level ansteuern. Dafür habe ich Zeit bis Juli. Das müsste also zu schaffen sein.

Kleine Häuser finden

Mein Traum ist es, irgendwann in einem Tiny House in der puren Natur zu leben. Möglichst mit einem Modell, welches mit Anhängerkupplung zu bewegen ist. Dadurch kann es immer mit mir mitziehen. Erstmal fehlt mir aber dafür noch das Geld, jedoch würde ich gerne das Wohnen auf engstem Raum über einen längeren Zeitraum schon einmal testen. Ich werde mich in den nächsten Monaten also nach geeigneten Mietmöglichkeiten umsehen, die das zu bieten haben. Und natürlich bin ich für Empfehlungen und Tips mehr als offen.

Das liebe Geld

Und zu guter Letzt werde ich versuchen, einen klaren Blick auf die Finanzen zu bekommen, die sich durch diesen Umbruch ja auch ändern werden. Was werde ich wirklich an Fixkosten haben, wenn ich hier ausziehe und anfange, durch die Welt zu tingeln? Auf welche Kosten kann ich verzichten und was kommt Neues auf mich zu?

All das braucht nun ne ganze Menge Zeit.
Eigentlich wollte ich bis zum Sommer noch zwei weitere Retreat-Themen organisiert haben.
Aber hey: that´s life! Diese Entscheidung hat jetzt erstmal Vorrang.

Foto Tiny House: @pexels