die kunst ein bewusstes & kreatives leben zu führen

Einfachheit

Welche “Dinge” machen dich eigentlich glücklich? Sind es überhaupt “Dinge”, die dafür verantwortlich sind? Oder sind es vielmehr Emotionen, die durch Erlebnisse und Menschen hervorgerufen werden?

Wie vermutlich jeder, bin auch ich bis vor einigen Jahren dem Irrglaube verfallen, dass es essentiell wichtig ist für ein glückliches Leben, viel Geld zu verdienen, zweimal im Jahr in den Urlaub zu fahren, ein teures Auto und viele weitere tolle Dinge zu besitzen. Mein Leben hat mir jedoch nicht die Möglichkeit und die Jobs beschert, um überhaupt in den Besitz dieses vielen Geldes zu kommen, um all das umsetzen zu können. Und ich bin tatsächlich sehr froh darüber.
Natürlich, in den Momenten, in denen ich heulend irgendwo in der Ecke sass, weil ich nicht wusste, wie ich meinen Sohn und mich durch den nächsten Monat bringen würde, konnte ich die Vorzüge nicht sehen. Da setzte einfach nur mein Überlebensmechanismus ein. Und dieser hat mir schon so einiges beigebracht.

Nämlich, dass man auch mit wirklich wenig Geld (und somit wenig Dingen) leben kann.
Ich habe viele Monate nur 30.- EUR pro Woche zur Verfügung gehabt, um Lebensmittel einzukaufen. Wenn man bisher aus Überzeugung immer nur im Bioladen eingekauft hat, sagt der Kopf erstmal: “Unmöglich!”
Aber es ging. Aber natürlich nicht in Bio-Qualität. Ich wurde Stammkunde beim Discounter um die Ecke.

Durch diese Zeiten schaue ich nun mit sehr viel Dankbarkeit auf meine jetzigen Einkäufe. Auch kaufe ich nur noch ein, was ich wirklich benötige. Keine Hamsterkäufe mehr wie früher. Heutzutage machen es mir dabei auch die Zero-Waste-Läden noch leichter, weil ich dort von allem genau die benötigte Menge abfüllen kann.

Siebzehn mal Kisten packen

Eine weitere “Un”-Möglichkeit, mich langfristig dem Sachen sammeln zu widmen, hat sich durch meine bisher 17 Umzüge ergeben.
Ja, 17 ist viel! Zu viel!

Jedoch habe ich bei jedem weiteren Umzug immer weiter runter reduziert. Weil mir jedes weitere Mal bewusster wurde, wie oft ich gewisse Gegenstände schon wieder einpackte, ohne sie zwischendurch auch nur einmal benutzt oder angesehen zu haben.
Also weg damit!

Selbst der ganze emotionale Kram wie Briefe, Postkarten und viel zu viele Fotos (oft in Mehrfach-Anfertigung). Alles überflüssige kam weg. Denn ich mag gerne im Jetzt leben.

So habe ich mich über die letzten Jahre immer mehr zum Minimalisten entwickelt und kann behaupten, dass mich diese Art zu leben sehr glücklich macht. Auch fühle ich mich schon ein wenig stolz, wenn ich merke, wie ich gerade wieder meinen inneren Dialog “gewinne”, wenn es darum geht, etwas neues zu kaufen. Und es dann nicht tue. Es ist ein so befriedigendes Gefühl, zu wissen und zu spüren, mit wie wenig man gut zurecht kommt.

Und was macht mich denn jetzt glücklich?

Zu sehen, wie mein Sohn sich zu einem grossartigen Mann entwickelt.
Die Spielfreude und Verschmustheist meines Hundes.
Zärtlichkeiten und tiefe Gespräche mit meinem Freund zu teilen.
Die Ernte aus unserem Garten.
Tägliche Zeit für mich zum Stricken und in Ruhe sein.
u.v.m.

Bis auf das Obst, was kostenlos von den Bäumen fällt, enthält diese Liste nichts Materielles.
Ist doch super, wie einfach Glück sein kann, gäll? 😉

Und jetzt bin ich gespannt:
Was macht dich glücklich? Wie sieht deine Liste aus?
Teile es gerne hier als Kommentar oder nutze den Hashtag #myhappythingslist bei Instagram.

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