die kunst ein bewusstes & kreatives leben zu führen

Bewusst leben?

“Bewusst leben” ist mittlerweile schon ein richtiger Modebegriff geworden und Zeitschriften, Bücher und Blogs sind voll mit Tips und Tricks. Doch ich beobachte auch, dass das für jeden Menschen immer ein wenig was anderes bedeutet.

Manche beziehen das auf ein gesundes Leben, mit dem Fokus auf Ernährung und Sport. Andere wiederum sehen darin nur den spirituellen Ansatz und versuchen mehr Achtsamkeit und Ruhe in ihr Leben zu bringen. Dann gibt es die Menschen, die den nachhaltigen Aspekt damit verbinden, den Blick auf den Zustand unserer Erde gerichtet.

Tja, und dann, dann gibt es Menschen wie mich, die das alles nicht getrennt voneinander betrachten können. Die Menschen, die versuchen, alle Bereiche ihres Lebens bewusst zu leben.

Was bedeutet das genau?

Eigentlich ist es ganz einfach – und trotzdem so sauschwer!

Es bedeutet, dass ich mir bei so ziemlich allem immer wieder neu die Frage stelle, ob mein Handeln, mein Konsum und mein Denken “nachhaltig” ist oder ob ich daran noch was ändern kann. Nachhaltigkeit bedeutet für mich persönlich, dass das was ich tue, kaufe und produziere möglichst niemandem schadet. Und damit gehe ich so weit, dass ich auch die kommenden Generationen mit in meine Gedanken einbeziehe.

Es ist nicht so, dass ich mir dieses Hinterfragen und Vorgehen bewusst ausgesucht habe. Das frisst nämlich viel Zeit und Energie und ist sehr anstrengend. Und manchmal wünsche ich mir, ich könnte alle Fakten und Hintergrundinformationen wieder vergessen und genauso “blind” durchs Leben gehen, wie es eben viele tun.
Aber das kann ich nicht. Es scheint einfach zu mir zu gehören. Ich kann Fakten nicht vergessen.
Zwar kann ich mir kaum die Quellen merken, aus denen ich meine Informationen ziehe, aber sobald ich etwas verstanden habe, ziehe ich direkt eine Konsequenz für mein Handeln daraus. Und diese wird abgespeichert und umgesetzt!

Daraus resultiert, dass ich mein Leben ständig neu justiere. Ich versuche Dinge anders zu tun als bisher und meinen Weg zu finden, auf dem ich mich trotzdem wohl damit fühle. Meistens geht es mir mit der Konsequenz und dem damit verbundenen neuen Handeln wesentlich besser als vorher. Vermutlich weil ich spüre, dass dieser Weg für alle der bessere ist. Und ich weiss, dass ich damit einen kleinen Teil dazu beitrage, damit es nicht noch schlimmer wird mit unserer Erde. Dass ich gesund bleibe und zufrieden und glücklich durch mein Leben gehen kann.

Natürlich ist das alles ein grosser und langer Prozess, der vermutlich niemals abgeschlossen sein wird. Denn das Leben ist stetig in Bewegung und verändert sich täglich. Und ja, auch ich habe manchmal Durchhänger-Phasen. Da achte ich dann mal ein paar Tage nicht auf alles und hebe den Müll beim spazieren gehen einmal nicht auf. Aber hey, das ist völlig normal und menschlich! Ständiges Optimieren ist nämlich manchmal mühsam. Und davon braucht man Pausen.

Wenn du also selbst auch so unterwegs bist wie ich:
Gönne dir Pausen und “Ausrutscher” und mach dich dafür nicht selbst fertig! Denn dann kannst du danach wieder mit neuer Energie weitergehen.

Jetzt aber mal konkret

Da ich seit Jahren auf soviele Dinge achte, fällt es mir schwer, diese kurzerhand mal aufzulisten. Vieles ist ja schon so normal geworden und ist nicht mehr im Anpassungsprozess. Aber ich versuche hier mal in Kürze zusammenzufassen, mit welchen Themen ich mich aktuell bewusst auseinandersetze:

Ich praktiziere seit einigen Wochen das intermittierende Fasten im 14/10-Rhythmus, esse hauptsächlich pflanzenbasiert, achte darauf, dass ich mindestens 10.000 Schritte gehe pro Tag und generell weniger sitze. An meinen Körper lasse ich nur noch natürliche Pflege, ich verzichte auf Shampoo und nutze Haarseife, verwende für die Haut Kokosöl, zum Zähneputzen eine 100%-Bambuszahnbürste (die lässt sich komplett kompostieren) und mein Makeup (Puder und Wimperntusche) kaufe ich von der Marke Zao (bio und in Bambus verpackt). Ich trage seit 2 Monaten keine BH´s mehr und gebe meiner Brustmuskulatur dadurch die Möglichkeit, die natürliche Stütze wieder selbst aufzubauen. Ich lebe immer minimalistischer, kaufe wenn, dann nur noch FairFashion, stricke alles was geht selbst und achte auf die Herkunft und die Produktionsweise der Wolle. Unser Essen besorge ich zu 90% im Unverpackt Laden und vermeide so viel Plastikmüll, den ich unterwegs auch aufsammle, wenn ich ihn sehe. Emotional finde ich immer mehr zur Ruhe durch Yin Yoga (meine Art der Meditation) und inneren Zwiegesprächen, noch mehr Achtsamkeit in meinem Alltag und guten Gesprächen mit Gleichgesinnten.

Und da ist bestimmt noch viel mehr….

Hast du Fragen zu einzelnen Teilbereichen oder auch zu allem? 😉
Ich helfe dir gerne, wenn ich kann. Und freue mich über Rückmeldungen, wie du mit diesem Thema umgehst.

Foto: @censey - unsplash.com

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